Hypnose bei Lampenfieber vor dem Auftritt

Fernando, der sich mit U-Musik auf Kongressen und anderen privaten Veranstaltungen sein Geld verdiente, litt immer wieder unter Lampenfieber, obwohl er schon oft aufgetreten war!

Ich schlug ihm einige Hypnosesitzungen vor. Hypnose hat nichts mit Suggestion, geschweige denn Manipulation zu tun!
Die Klient*innen versetzen sich mit meiner Hilfe in eine Trance. Trancezustände kennen wir alle, bspw. beim Tagträumen !
In der Trance sind tiefere Ebenen des eigenen Wissen zugänglich. Negative Erfahrungen können aufgelöst oder neu bewertet werden.

In FernanDos Fall hat er in der Trance eine tiefe Entspannung erlebt, konnte Stress loslassen und Auftrittssituationen ohne Lampenfieber visualisieren.
Er lernte, die Hypnose auch bei sich selbst anzuwenden und tat dies jeden Abend vor dem Einschlafen und vor Auftritten.

Akuthilfe: Er bekam von mir Körper- und Atemübungen, die er in der akuten Situation anwenden konnte.

Sein Fazit: Schon beim ersten Auftritt nach dem Coaching hatte ich viel weniger Lampenfieber. Von Auftritt zu Auftritt wird es weniger. Manchmal ist es wieder da, dann intensiviere ich die Übungen. Insgesamt ist es viel besser geworden, ich kann die Auftritte wieder genießen!

Transfrau

Evelyn (Name geändert) kam vor circa fünf Jahren in die Klangschmiede. Sie erzählte mir, dass sie früher ein Mann war und dass sie nun Probleme mit ihrer tiefen Stimme habe.
Sie war besorgt, dass die Stimme nicht gut klingt und dass die Leute sie ablehnen könnten.

Dies betraf sowohl ihr Sprech- als auch ihre Singstimme!

Zuerst einmal stellten wir klar, dass es sicherlich unrealistisch wäre, dass sich ihr Tonumfang nach oben erweitert. Die tiefen Frequenzen würden ihr wegen des großen Kehlkopfes bleiben.

Die Stimmanalyse ergab, dass sie einen Tonumfang von zwei Oktaven hat. In der Höhe waren die Töne zu basslastig bis mittig. Die Stimme war durchweg sehr metallisch.
In der mittleren und hohen Lage klang die Stimme eng und rutschte immer wieder weg in die Tiefe.
Ihre Hals- und Nackenmuskeln waren stark verspannt, beim Singen traten die Adern hervor.

Hilfreich war für sie:

  • Dass wir uns genügend Zeit genommen haben, um songs zu finden, die sie gerne mochte und die in ihrer Stimmlage waren. Schnell stellte sich heraus, dass sie gerne Jazz und Blues sang.
  • Sie bekam die Aufgabe, sich Männerstimmen im Jazz und Blues anzuhören: Josh Turner, Thomas Quasthoff u.a., sowie Nina Simone, als Ausreißer: Eartha Kitt …

  • Zuhause sollte sie sich regelmäßig Aufnahmen ihrer Stimme aus unseren Stunden anhören
  • Lax Vox Übungen, Entspannungsübungen, sogenannte Balsamübungen für die Stimme.
  • Ich zeigte ihr Übungen, wie siedie Stimme „nach vorne“ bringen konnte, in den sogenannten „Popsitz der Stimme“.
  • Wir arbeiten viel daran, die Stimme heller klingen lassen.
  • Sie ging regelmäßig zur Physiotherapie und Craniosakraltherapie um ihre Verspannungen zu lösen.
  • Auf ihren Wunsch hin machten wir zwei Hypnosesitzungen mit den Themen: Meine Stimme annehmen, so wie sie ist und: Tiefenentspannung für Hals, Kehle und Rücken. In der Hypnose bekam  sie die Idee zu einem Programm, in dem sie sogar bewusst damit spielt: Weiblichkeit und tiefe Stimme.
  • Im Bühnencoaching arbeiteten wir an ihren Zielen, ihrem Wunschpublikum und ihrem Programm
  • Im Sprechtraining lernte sie, ihre Stimme bewusster zu führen, besser zu stützen und mit hellerer Stimme zu reden. Sie hatte immer versucht, ihre Stimme durch leises sprechen zu verstecken. Nun probierte sie aus, in normaler Lautstärke zu reden und die überraschte Reaktion von anderen zu genießen, wenn diese sie das erste Mal sprechen hörten. Sie legte sich kleine schlagfertige Sätze zurecht, wenn „blöde“ Fragen kamen.
    Das Erstaunliche war, dass die Fragen und Blicke seltener wurden, je selbst – bewußter sie ihre Stimme einsetzte.

Ihr Fazit: „Hätte nie gedacht, dass ich meine Stimme mal toll finden würde! Ich freue mich auf meine Auftritte und darauf, was ich mit meiner Stimme alles ausloten werde.“
Sie ging noch lange regelmäßig zur Physiotherapie und begann mit Yoga.
Nach zwei Jahren meldete sie sich bei mir und erzählte mir von ihren Auftritten vor begeistertem Publikum